Samstag, 6. November 2010

Illustration of some Memories

Hier sind ein paar Photos, leider viel zu wenige. Hier war meistens so viel auf einmal los, dass meine Kamera zu groß war, um sie mitzunehmen. Ich muss aber auch zugeben, dass ichsie auch des öfteren einfach vergessen habe.

Homecoming: In diesem Bild seht ihr die Homecomingrepresentanten der verschiedenen Stufen:
Freshmen, Sophomore, Junior und Senior. Jede Stufe hat eine Representantin gewählt und diese hat dann ihr Homecomingdate bestimmt.
In der Senior-Stufe, wurden fünf Pärchen bestimmt, und aus diesen dann die Homecomingqueen und -king gewählt.
Aber bis auf diesen Titel haben diese keine Funktion. Die Homcomingqueen bekommt noch mehrere Geschenke (wie zum Beispiel signierte T-shirts, Footballs) der verschiedenen Sportteams, aber ansonsten kann sie sich davon nichts kaufen.

Das hier habe ich bei dem Homecoming Footballgame aufgenommen. Wir haben zwar (nicht sehr überraschend) verloren, aber die Stimmung war sehr gut, wie bei allen Footballgames. Man trifft Leute, geniest Essen und Getränke... schaut manchmal enttäuscht auf das immer schlimmerwerdende Scoreboard.
Unser Team, die Foxes, spielen in den Schulfarben: maroon und beschgrau (ist ein bisschen undefinierbar).





So sahen die Abende bis vor kurzem hier aus. Jedes mal aufs neue einen immer schöneren Sonnenuntergang, und jeden Morgen einen mindestens genauso schönen Sonnenaufgang.
Aber dass hat sich jetzt geändert. Es wird immer kälter, es stürmt ab und zu extrem heftig und es gibt auch schon des öfteren Frost. Eine Gute Freundin von mir, Ines aus Portugal, hat noch nie zuvor Schnee gesehen, und als sie dann zum ersten mal Frost sah, rannte sie sockig nach draußen und war glücklich wie ein kleines Kind, bis ihre Gastschwester sie lachend aufgeklärt hat.


Der Herbst ist hier sehr schön. Wenn man durch die Stadt fährt, sieht man überall links und rechts riesige  Laubhaufen in diesen typischen Amivorgärten, auf diesen typischen Amistraßen. Und die ewigen Begleiter sind diese kleinen, süßen, Nüsse tragenden und nicht sehr scheuen Squirrels. Leider nicht die schönen roten, wie wir sie in Deutschland sehen, sondern die grauen, die ihre roten Genossen vertrieben haben.
Ein anderer Begleiter, der leider auch häufig präsent, ist ist dagegen sehr unangenehm. Ich habe ihn zwar noch nie persönlich gesehen, aber dafür umso mehr gerochen: Das Stinktier. Es ist teilweise echt bestialisch. Man fährt über den Highway und auf einmal stinkt dank der Lüftung, die die Luft von aussen ansaugt, das ganze Auto wie... keine Ahnung. Ich habe keine Ahnung wie ich diesen Geruch beschreiben soll. Möchte ich auch nicht denn, naja... muss man mal erlebt haben. Und das riecht man im Auto mindestens für 5 Minuten.

Das letzte Bild für heute zeigt meine Religionsklasse ("intro to christianity"). Das ist die Klasse von der ich erzählt habe, in der alle "international students" sind. Wir haben: Südkoreaner, Thailänder, Chinesen, Vietnamesen, Tschechen, einen Spanier, einen Türken, eine Norwegerin, einen Brasilianer, eine Portugiesin (Ines), Italiener und uns Deutsche. Ach ja und unseren Lehrer, Pastor Ehlert, aus den USA. Der ist echt genial. Er ist nicht nur unser Lehrer für diese Fach, sondern erklärt uns auch ein bisschen wie das Schulwesen hier funktioniert. Immer wenn irgendwas besonderes ansteht, erklärt er uns was passiert. Immer wenn wir eine Frage haben, können wir zu ihm kommen und er versucht uns weiterzuhelfen. Immer wenn wir ein Wort nicht verstehen, erklärt er es uns mit verschiedenen Schülern und Utensilien wie Tische, Stühle, seinem Paddle of Doom and Hurt, und vielen mehr.
Wir haben uns, wie ihr sehen könnt auch einheitliche T-shirts besorgt, mit einer Karte + Stern für unser Land auf der Vorderseite, unserem Land und Namen auf der Rückseite. Das ist auch der Grund warum ich mich so im Hintergrund verkrieche, ich habe meines schlicht und einfach vergessen. Ich habe es vor dem Duschen extra auf mein Bett gelegt. Aber was mach ich natürlich als erstes nach dem Duschen? Ich gehe in meinen begehbaren Kleiderschrank und ziehe mir was anderes an. Ich habe mich richtig über mich selber geärgert. Diese Klasse ist echt genial, wir lernen auch jeden Tag ein paar Wörter in den verschiedenen Sprachen. Pastor Ehlert ist unglaublich viel gereist und spricht Bruchstücke (teilweise sehr große Bruchstücke) aller Sprachen, die in dieser Klasse vorhanden sind und mehr.

Ich genieße jetzt noch den Abend und hau mich, trotz Wochenende, zur Abwechslung mal früh ins Bett. Ich war jeden Tag dieser Woche mindestens 2 Stunden trainieren und habe einen deftigen Muskelkater.
Til

Samstag, 30. Oktober 2010

Trying to remember...




EDIT: Bevor ich diesen Post veröffentliche muss ich mich noch einmal entschuldigen. Ich habe jetzt mehrere Tage immer             wieder daran geschrieben, und nun ist er fertig doch jetzt darf ich feststellen dass ich meine Kamera bei einer Freundin in New London vergessen habe, und ich (und somit auch ihr) mindestens bis montag auf die Photos warten müsst.


Okey, tut mir leid dass ich jetzt um die 3 - 4 Wochen nichts geschrieben hab, aber hier passiert viel zu viel auf einmal. Ich versuche jetzt mal meine Erinnerungen wachzurufen:
Ungefähr vor 3 Wochen war wohl die hektischste Woche meines Lebens: Homecoming plus advanced Math. Ich habe mir vorgenommen, hier in einen höheren Mathekurs zu kommen, da mein momentaner echt einfach ist. Ich sollte dann „advanced Math“ ausprobieren, das Problem war jedoch dass ich den anderen in diesem Kurs einen Monat hinterher war. Und mein Lehrer konnte darauf nicht wirklich Rücksicht nehmen. Also hieß es alles alleine zu Hause nacharbeiten. Ein zusätzlicher Nebeneffekt war, dass ich advanced Math anstatt Study Hall hatte, was bedeutete, dass ich keine freie Schulstunde, zum Hausaufgaben machen und lernen hatte.
Was die Schule angeht schließe ich mich übrigens Freddi an. Es ist nicht wirklich schwer, aber einfach viel zu viel. Pro Woche habe ich hier mindestens 3 Quizze und einen Test. Es kann aber auch passieren, dass man am Ende eines „Mid-terms“ pro Tag ca. 2 Tests plus diverse Quizze hat. Hausaufgaben erledigt man hier auch lieber sorgfältig, da diese Täglich kontrolliert und benotet werden. Study Hall ist da echt eine Hilfe, da man schon mal eine Hälfte erledigen kann. 
Auf jeden Fall, bedeutete Advanced Math nachholen und keine Study Hall für mich, dass ich morgens um 6 Uhr aufstand, bis 6 Uhr abends Schule hatte (Grund kommt später), nach Hause kam, angefangen hab zu lernen und Schlafen ging. Nächster Tag, selbe Routine.
Das war vielleicht einen Tag lang okey, aber eine Woche lang jeden Tag Kopfschmerzen zu haben war dann nicht mehr lustig. Also habe ich mich umentschieden und bin bei meinem alten Mathekurs geblieben. Dann wird Mathe LK zu hause zwar ein bisschen schwerer aber das haut schon hin.
Zweiter Stressfaktor war Homecoming. Ursprünglich war geplant, dass ich mit ein mehreren Freunden in einer Gruppe gehe, Aber beim Bowlen hab ich dann mein Homecoming-Date kennengelernt, Lexi (Alexandra). 
Homecoming ist hier ganz groß: Man geht trotz Dates in einer Gruppe und lässt in verschiedenen Parks Photos von sich machen. Danach wird meistens relativ schick gegessen. Wir haben uns für Applebees entschieden, eine Kette von kleinen, gemütlichen und nicht zu teuren Restaurants. 
Mit schick meine ich auch die Kleidung, jeder trug zumindest  Hemd und Krawatte, oder komplett Anzug. Zwei Freundinnen haben mich dann noch zur Mall geschleppt und für mich etwas passendes zu Lexis Kleid ausgesucht. Ja sie haben ausgesucht, zahlen durfte natürlich ich! Mein Gastvater hat gelacht und meinte nur dass ich mich daran schnell gewöhnen sollte.
Nachdem Essen ging es dann zur eigentlichen Homecoming-Party, zu der wir viel zu spät kamen, weil uns etliche Mütter aufgehalten haben um noch ein, zwei, drei und mehr Photos zu machen.
Der DJ war nicht schlecht, bis auf den Part an dem er warum auch immer meinte Justin Bieber aufzulegen. Viele Mädchen haben angefangen zu kreischen aber die meisten sind für die paar Minuten einfach nach draußen gegangen.
Der Abend ging eigentlich viel zu schnell rum, also gabs noch ne spontane After Party bei der Gastschwester von einem anderen Deutschen. Das war dann eher entspannend, weil wir dann doch recht schnell müde wurden, da wir die ganze Woche davor wenig schlaf bekommen haben und die Nacht davor sehr kurz war, dank Homecoming-Footballgame.
Die ganze Woche war echt super, doch die meisten waren dann am Ende auch froh, als alles vorbei war.
Kurz darauf habe ich mich dann für Drivers ED angemeldet, die Fahrschule. Diese fand direkt nach der letzten Stunde in der Schule statt und dauerte ungefähr 2 Stunden pro Tag für 3 Wochen. Der Unterricht an sich war seeeehr langweilig. Unser Lehrer saß die meiste Zeit an seinem Pult, hat vorgelesen und wir alle mehr oder weniger (aber eher weniger) alle brav mitgelesen. In der zweiten Woche wurde es dann deutlich spannender, als er dann angefangen hat Geschichten von sich in seiner Jugend mit seinem Mustang (Baujahr 1964) zu erzählen. Die Tests erwiesen sich als sehr einfach, da wir ihn wenn wir eine Antwort nicht wussten einfach fragen konnten, oder einmal sogar in Gruppen arbeiten konnten. Jetzt habe ich meine Temps  (Temporary drivers Licence), fahre hin und wieder mit meinen Gast-eltern, werde insgesamt 6 Stunden mit einem Instructor fahren, und werde dann irgendwann April meine final Licence bekommen.

Als die drei Wochen Drivers Ed vorbei waren, habe ich dann auch wieder mein Fitnescenter aufgenommen. Da ich immer noch nichts anderes machen darf, blieb mir keine andere Wahl, als so oft es geht nach der Schule für 1 1/2 bis 2 Stunden ins Fitnesscenter zu gehen. Das geht leider nur wenn ich ein Ride Home habe, was ein bisschen schwierig ist, da ich etwa eine halbe Stunde von der Schule wohne. Ein großer Vorteil jedoch ist, dass ich mir aussuchen kann ob ich gehe oder nicht, dass heist wenn ich zu viel Hausaufgaben oder Tests am nächsten Tag habe, kann ich einfach nach Hause gehen, während die anderen Sportarten Pflicht sind.


Nachdem ich dann wieder meinen Studyhall hatte, hatte ich dann auch mehr Zeit nach der Schule. Die habe ich dann meistens zum Golfen auf der riesigen Wiese meiner Gastfamilie genutzt. Nachdem wir dann in meiner PhyEd Klasse einen Fieldtrip zum Golfplatz unternommen hatten, habe ich meinen coach gefragt, ob er nicht 1 oder 2 Schläger verkaufen würde. Er fragte mich nur ob 30$ für ein ganzes Set zuviel wäre. ich hab noch 10$ oben draufgelegt, damit ich einen halbwegsanständigen Bag dazubekomme. 
Golfen ist für mich sozusagen der Ausgleich zum Fitnesscenter. Ich hab mir Golf langweiliger vorgestellt, als es eigentlich ist. Macht irgendwie Spaß sich zu Konzentrieren, und man kommt auch an die frische Luft.
Okey um ehrlich zu sein, muss ich jetzt sehr viel überspringen, weil ich an kaum etwas genau erinnern kann. Die Zeit vergeht hier seehr schnell, Ich meine ich  bin jetzt schon bald 2 1/2 Monate hier, das ist mehr als 1/5 meines kompletten Aufenthalts. Die ganzen Wochenenden war eigentlich immer was los. Mall, Bowlen, sleep over, Footballgames, Soccergames ( das Fußballteam unserer Schule hat heute im Finale um die Wisconsin State Meisterschaft gespielt, hat aber leider nach 2 Verlängerungen 3:2 verloren), Hauspartys ( die leider häufig von Eltern überwacht wird),... Und während der Schule bleibt keine Zeit für garnichts. 

Im Moment, genieße ich ein langes Wochenende. Da wir hier keine Ferien haben, war dass echt eine Erlösung von 2 Monaten non stop school. Es war mal wieder Mall kombiniert mit Fuddruckers angesagt. Fuddruckers ist ein Burgerrestaurant. Aber nicht zu vergleichen mit Burgerking, McDonalds und Co, sondern richtig leckere, riesige Bürger.
Wir haben uns alle in der Mall getroffen, ein paar haben sich noch eine Thai-Massage gegönnt, und dann hies es los. Aber wie? Wir haben vor lauter Mall besprechen komplett vergessen, dass wir auch irgendwie zu Fuddruckers kommen müssen. 
Nachdem wir ein bisschen rumtelefoniert haben, haben wir uns dann schön legal zu 9 in das 5 Personen Auto von Matt gesetzt. Es waren zwar nur 5 Minuten, aber die Amis sind bei sowas sehr streng, und man wird auch schnell von "undercover-cops" zur Seite genommen. Es ist aber nichts passiert, von der Tatsache mal abgesehen, dass Stoßdämpfer
wohl nicht mehr die neuesten waren, und mit dem zusätzlichen Gewicht leicht überfordert waren, dass heißt wir haben jedes Schlagloch und vor allem die Railroads gespürt. 
Von Fuddruckers aus haben wir uns auch noch spontan für Galaxy-Bowling entschieden, da dass heute, bzw an dem Tag den ich meine, billiger war.
Am nächsten Abend gabs dann in New London einen gemütlichen Lagerfeuerabend und später Filmen, auf die aber keiner geachtet hat. 
Warum ich New London erwähne hat seinen Grund: Ich wollte mal einen ersten (und bis jetzt einzigen) Grund ansprechen, warum ich America nicht mag. Man braucht ein AUTO. Auto bedeuted hier Freiheit. Ohne Auto geht garnichts.
Beispiel New London _ Green Bay: über eine Stunde Autofahrt! Das ist wie von Darmstadt nach Karsruhe, bei wenig Verkehr.
Aber das ist halt nun mal so, wenn man in einem so großen weiten Land woht: Man hat auch größere Strecken. Und ich fühl mich schon immer komisch wenn ich meine Gasteltern dauernd um ein "Ride" bitten muss. Denn Busse, Bahnen und Züge kennen die hier nicht!!! Es gibt nur die Schulbusse direkt nach der Schule und Güterzüge die mich manchmal nachts aufwecken da sie warum auch immer durchgehend hupen.
Aber diese Unabhängigkeit von den Eltern durch Busse + Co in Deutschland vermisse ich echt hier.
Ich mache jetzt erst einmal Schluss suche noch ein paar Bilder und versuche mich an noch zusätzliche Infos zu erinnern.
Ich kanns zwar nicht versprechen, aber ich versuche mal wieder regelmäßiger zu schreiben.

Das Wetter ist hier im Moment nicht sehr schön, es regnet häufiger und es ist windig. Die Temperaturen fallen und sind ähnlich wie bei euch immer unter 10°C, aber die Amis isolieren ihre Häuser weniger bis garnicht. Es wird teilweise auch in Jacken im Haus rumgelaufen.

Bis zum nächsten mal, vll in einer Woche. Kommt darauf an was so passiert.
Til

Sonntag, 12. September 2010

Bessere Qualität!


Hallo ihr da drüben. Ich habe jetzt einen sehr guten Tipp bekommen wie ich Videos in einer guten Qualität hochladen kann. Und da das Rasenmähervideo echt mies war. Habe ich es hier nochmal hochgeladen:


Ansonsten geht es mir sehr gut. Am Freitag war ich auf einem Football-Spiel meiner Schule, bei dem unsere Mannschaft leider verloren hat. Dafür hab ich viele alte (ca. 3 Wochen) Freunde getroffen und auch neue Leute kennengelernt.
Gestern Abend gab es dann eine Welcome-Back-Party der Schule bei der ich dann die selbe Gruppe nochmal getroffen habe.
Tut mir Leid dass ich jetzt nicht so ausführlich schreibe, aber ich habe noch ein paar Hausaufgaben zu erledigen, unter anderem einen Aufsatz, der dafür umso ausführlicher sein darf.
Ich wollte nur das mit dem Video hinter mich bringen und kürzlich Geschehenes berichten.
Ich wünsche euch allen einen guten, hmm... naja bei euch ist es glaube ich schon Nacht.
Til.

P.S.: Ich habe letzte Woche angefangen ins Fitnesscenter zu gehen und erhole mich am Wochenende von einer deftigen Muskelzerrung und Muskelkater. Aber ich bin echt froh das ich jetzt Sport machen kann, denn auch wenn meine Familie jetzt regelmäßig kocht, gibt es hier auch zu oft Fast-food.

Freitag, 10. September 2010

Amerika, das Land in dem Rasenmähen Spaß macht!

Hallo ihr da drüben. Es kam ja leider schon länger kein Post mehr. Das lag daran, dass das Internet in letzter Zeit weniger konstant bis gar nicht vorhanden war. 
Ich wollte schon letztes Wochenende dieses Video hochladen, aber die Verbindung ist zwischendurch immer abgebrochen und es hat nicht geklappt. Ich habe es zwischendurch Papa geschickt (was komischerweise geklappt hat), und er hat es dann hochgeladen ( vielen Dank noch mal Papa!).
Ich muss jetzt nur noch den Text schreiben und den "Post posten".
Wenn der Garten, etwa (nicht wie ich im Video geschrieben hab) 3000 m2 (Nicht genutzte, also nicht mit Beeten Spielzeug oder anderen Gerätschaften belegte Fläche), groß ist, muss auch der Rasenmäher entsprechend dimensioniert sein.
Letzten Samstag meinte mein Gastvater, Joel, als er aus der Schule kam (er und Kim sind Lehrer für die Elementary School), der Rasen müsse mal wieder geschnitten werden. Isaiah sagte er würde das machen. Ich war zu der Zeit unten und musste Hausaufgaben machen.
Als ich dann nach oben kam war Isaiah fertig mit dem Rasen vor dem Haus und der Fläche die teilweise mit Gartenmöbeln bedeckt ist. Er fragte nach einer Ablösung.
Nachdem ich mir den Rasenmäher angesehen habe erklärte ich mich sofort bereit.
Joel brachte mir dann bei wie man den Mäher bedient. Und ich durfte dann die komplette leere Fläche mähen. Am Anfang fuhr ich noch ein bisschen wackelig aber man gewöhnt sich sehr schnell an die Lenkung ( 2 Hebel, je nachdem ob man beide drückt fährt man vorwärts, wenn man nur einen drückt geht es in die entgegengesetzte Richtung). 
Jetzt warte ich nur noch darauf das der Rasen schneller wächst denn es macht Spaß ohne Ende. Es ist wie Gokart fahren, nur dass man auch noch einen Zweck erfüllt.
Ich werde demnächst noch einen Bericht schreiben, was sonst so passiert ist, aber ich muss jetzt Schluss machen, da wir gleich zu einem Football Spiel der Schulmannschaft gehen.
Viele Grüße
Til


P.S.: Ich entschuldige mich für die Qualität des Videos. Warum auch immer hat sie bei dem Upload deutlich nachgelassen.

Mittwoch, 1. September 2010

"Dad there is a big campfire!!"


Auch wenn es bei euch im Moment glaube ich frühe 3:30 Uhr ist wollte ich euch nur kurz mitteilen, was gerade passiert ist:

Meine Kleine Gastschwester Nataly kam aufgeregt in das Wohn/Ess/Küchen-zimmer (ich habe immer noch keine Ahnung wie ich das nennen soll, es ist einfach riesig), und rief "Dad there is a big campfire!!". Kurz darauf kamen auch Anrufe von Nachbarn ob wir das große Feuer bemerkt hätten, und wüssten was das ist. 
Also sind wir kurzerhand in den Truck gestiegen und sind losgefahren. Von weitem sah das ganze ungefähr so aus:
Als wir dann näher waren sahen wir dass es sich bei dem großen Lagerfeuer um einen Camper, der inzwischen nur noch qualmte, handelte:
Ich bin gerade ausgestiegen, um bessere Fotos zu bekommen, als es anfing zu schütten. Als wir dann alle auch noch von Moskitos gestochen wurden hatten wir genug und sind zurückgefahren. Deshalb kann ich euch keine Details zeigen.

Ansonsten geht es mir gut. Ich habe mich jetzt in den High-School-Alltag eingelebt, der ziemlich stressig ist. Da kommt es doch ganz gelegen, wenn Freitag und Montag nächste Woche wegen Feiertagen ausfallen. 
Was ziemlich nervt sind die Moskitos, die hier dank der Regenwochen bevor ich kam, nun Abends zu Haufen aufkommen. Tagsüber sieht man sie glücklicherweise nicht aber wenn man Abends noch eine Runde im Garten joggen möchte sind sie echt ein Problem.
Ansonsten werde ich morgen zur Fahrschule anmelden und dann irgendwann im März hoffentlich meine Prüfung bestehen.
Bis dahin wünsche ich euch einen guten Morgen.
Til

Freitag, 27. August 2010

" So you´re Helenas little Brother?! "

Das war wohl der Satz den ich in den letzten 2 Tagen am häufigsten gehört habe.

Anders als ich im letzten Post erzählt habe begann die Schule schon am Donnerstag mit dem "Orientationday".
Der Orientatationday dient den "Freshmen" ( 9.Klässler und somit neu an der High-School ) und den internationalen Schülern als Orientierung für das nächste Jahr ( wer hätte das bei dem Namen gedacht? ).
Es begann mit einer Begrüßungsrede des Direktors und der Vorstellung anderer wichtiger Personen, wie zum Beispiel dem Coach Mister G. Er heißt eigentlich Guenterberg aber dass kann dort fast keiner aussprechen also heißt er Mister G.
Dabei wurde auch deutlich dass die Menschen hier in Wisconsin (speziell auf der FVL) vollkommen anders zu Gott stehen als wir: Wir wurden mehrfach ermahnt dass alles was wir tun in Gottes Sinne geschehen soll. Und dass wir alles was wir tun vor ihm verantworten müssen. Aber am häufigsten wurden wir gewarnt dass der Teufel in dieser Schule "sein größeres Unwesen treibt" als in anderen, nicht-christlichen Schulen, weil WIR ein größeres Ziel, ein größeres Opfer für ihn sind. 
Danach wurden wir in Gruppen eingeteilt und sollten verschiedene Stationen durchlaufen:
Wir bekamen alle einen Account an den Schulcomputern, auf den wir zum Teil sogar auch von zu Hause aus zugreifen können. Es wurden viele Regeln erklärt, wie wir uns an den Computern, während dem "Lunch", usw. verhalten sollen. 
Ich musste das aber zwischendurch alles abbrechen, weil ich den Stundenplan bekommen sollte.
Dafür musste ich auch noch einen Mathetest absolvieren, weil sie nicht wussten wie hoch sie mich einstufen sollten. Das kam sehr unerwartet und ich war auch kaum vorbereitet. Also war mein Ergebnis nicht ganz so opitmal aber ich bin trotzdem in einen guten Mathekurs gekommen.
mein Stunden plan sieht jetzt täglich folgendermaßen aus:
1: Englisch (creative writing)
2: Physick
3: Mathe (Algebra 2)
4: Religion
5: Studyhall
6: Sport ( personal challenges)
7: Latein
8: Geschichte ( US History)

Außerdem habe ich meinen Spind bekommen und wurde von verschiedenen Mitgliedern de "student council" (Schülervertretung) herumgeführt. Und fast jedes mal wurde ich nach meinem Namen gefragt und dann als Helenas kleiner ( auch wenn ich jetzt endlich größer als sie bin :P ) Bruder erkannt.
Ich bin echt beeindruckt von der Schule. Sie ist echt groß und alle Räume sind riesig. Generell Usa ist weit und offen und nicht so überfüllt wie Deutschland. Nebenbei:
Fläche Deutschland -> 357.000 km2   Einwohnerzahl Deutschland -> 82 Mio
Fläche Wisconsin -> 170.000 km2   Einwohnerzahl Wisconsin -> 5,5 Mio

Heute gab es dann die ersten Stunden. Das heißt es wurden die Namen durchgegangen, Materialien und so besprochen. Ich habe Englisch creative writing gewählt, damit sich nicht nur mein gesprochenes sondern auch mein schriftliches Englisch verbessert. 
In Mathe habe ich einen Lehrer der immer in der selben, tiefen Tonlage bleibt und bei dem ich nicht weiß was ich von ihm halten soll. Er ist irgendwie nett aber eben auch strenger zeigt kaum Emotionen. Außerdem hat er leider hohe Erwartungen in mich weil ich ja "Helenas little brother" bin.
Religion. Ich weiß nicht ob man es Religion nennen kann. In dieser Klasse sind ausschließlich internationale Schüler. Das meint 2 Italiener, 1 Spanier, 1 Türke, mit mir 4 Deutsche, und ein Haufen (an die 15/20) Asiaten. Der Lehrer ist viel gereist und spricht auch ein bisschen Koreanisch und er meinte dass dieser Kurs auch dazu dient andere Kulturen kennenzulernen. Von älteren Schülern (Seniors) habe ich erfahren, dass manche Stunden sich  ausschließlich um andere Kulturen dreht. Aber das ist ja auch einmal interessant und der Lehrer ist echt cool.
Personal Challenges ist ein Sportkurs der etwas anderen Art. Wir werden viele verschiedene Themen wie Golfen, Fahrradfahren, Inlineskaten, Krafttraining, und im Winter Schlitten fahren!? behandeln.
Am Nachmittagsport selber darf ich jedoch aus komplizierten und sinnlosen Gründen nicht teilnehmen aber es stehen mir 2 Fittnesscenter mit versch Kursen kostenlos zur Verfügung.
In den Kursen sind mit mir meistens andere Juniors (11.klässler) aber auch Seniors (12.Klässler) und ein paar Sophomores (10.Klässler) und ich hab heute viele neue Leute kennengelernt.

Ich werde demnächst auch noch mehrere Fotos vom Haus, vom Garten und Schule (leider darf man innendrin keine fotos machen) posten.
Bis dahin ruhe ich mich jetzt erstmal aus und genieße das Wochenende.

Montag, 23. August 2010

Angekommen und direkt weiter

Hey Leute,

Ich habe mir jetzt endlich mal Zeit genommen diesen Blog zu schreiben. Ja mit 5 Gastgeschwistern und momentan zusätzlich 2 Cousinen/Cousins ist man eigentlich immer beschäftigt. Aber es macht Spaß. Noch.

Naja auf jeden Fall bin ich am Donnerstag mit 4 Stunden Verspätung endlich angekommen. Die ersten 9 Stunden nach Detroit verliefen problemlos und die 3 Stunden Wartezeit gingen auch schnell rum. Dann hieß es Boardingtime für den nächsten Flug nach Appleton. Im Flugzeug saß ich dann neben einer (um es mal freundlich auszudrücken) horizontal "etwas" benachteiligten Frau. Aber sie war sehr nett und sie konnte sogar ein paar Bruchstücke Deutsch weil ihre Großeltern aus Holland kamen.
Auf jeden Fall saßen wir dann eine Stunde in diesem Flugzeug und warteten auf den Start. Doch stattdessen kam eine Nachricht aus dem Cockpit wir können nicht starten, aufgrund eines "kleinen" Problems namens Gas- und Kraftstoffleck. Also hieß es wieder aussteigen.
Danach wurden wir zunächst zu einem anderen Gate geschickt. Dort kam dann etwa im 20 Minuten Takt (in einem stark genuschelten Englisch) folgende Information:
"Es tut uns sehr leid aber das Flugzeug ist überhitzt und wir können noch nicht einsteigen. Vielen Dank für ihre Geduld und dafür dass sie Delta Airlines gewählt haben.
Naja nach 2 Stunden hat sich unsere Geduld dann auch ausgezahlt und jeder hat einen Gutschein über 100€ für einen weiteren Delta-Flug erhalten.
Dann ging es endlich in das nun nicht mehr überhitzte sondern stark unterkühlte Flugzeug. Doch das ließ sich eine Stunde aushalten.
In Appleton wartete meine Gastfamilie auf meine Gastfamilie auf mich:
Mutter: Kim
Vater: Joel
Söhne: Josh, Andrew and Isaiah
Töchter: Kendra and Natalie
Hund: Dakota

Zu Hause angekommen ging ich dann relativ schnell ins Bett und durfte morgens lang schlafen.
Mein Zimmer ist nicht sehr groß und ich teile es mir mit Josh aber der Hauptteil des Tages findet eh im riesigen Wohn/Ess/Kochzimmer statt. Dafür habe ich einen kleinen aber begehbaren Kleiderschrank :P
Gegen Mittag hieß es dann Sachen packen!
Wir sind mit einem Wohnmobil zu einem kleinem sehr schönen See gefahren. Dort hatte die Familie meiner Gastmutter für das Wochenende eine sehr große Hütte (eigentlich eher ein Haus) gemietet.
Insgesamt waren wir um die 20-25 Personen. Die meisten davon waren kleine Kinder.
Man konnte Rudern, Paddeln, Schwimmen, Fahrradfahren, Lagerfeuer genießen, typisches amerikanisches Lagerfeueressen genießen (als Hauptessen Toast mit Käse Schinken Peperonis Chilis und Pizzasoße, als Dessert Toast mit Peanutbutter, Marshmellow und Chocolatchips. Und das jeweils in einer Art Waffeleisen mit langen Griffen in der Glut gebacken. Seehr intensiv aber seehr lecker!!).
Danach wurden sehr viele Spiele gespielt.




Momentan genieße ich die restlichen Chocolate Pankakes und den Rest meiner Ferien. Am Freitag ist mein erster Schultag an dem man die neuen Fächer bekommt und Lehrer kennen lernt.

Bis dahin wünsche ich euch allen noch viel Spaß in der Schule
Grüße aus Green Bay
Til